Kaum ein Thema polarisiert so stark, wie die Frage nach dem richtigen Konzept für die Befriedigung der individuellen Mobilitätsbedürfnisse der Menschen. Hinsichtlich der negativen Auswirkungen besteht Konsens: zu hohe Lärm- und Abgasemissionen, zu hoher Landschaftsverbrauch für Straßen und Parkflächen und zu hoher Verbrauch fossiler Brennstoffe. Daneben zeichnet sich ab, dass der Erfolg des Autos selbst kontraproduktiv ist: in manchen Großstädten wie z.B. London liegt die Durchschnittsgeschwindigkeit eines Autos bei gerade einmal 16 Kilometern pro Stunde, kaum schneller als eine Pferdekutsche im Jahr 1900. Verkehrsstaus verursachen für Haushalte in den 22 größten deutschen städtischen Gebieten pro Jahr 7,5 Milliarden Euro zusätzliche Kosten – das sind 509 Euro pro Haushalt (Quelle: Die Welt, 18.12.13).

Die Bewältigung der künftigen, wachsenden Verkehrsprobleme setzt eine integrierte Verkehrspolitik voraus. Die Entscheidungsträger haben zunehmend erkannt, dass Teillösungen nicht erfolgreich sein können und auch nicht effizient sind. Erforderlich ist ein verbessertes Gesamtverkehrssystem, das die verschiedenen Maßnahmen und Instrumente, deren Wechselwirkungen, Ursachen- und Folgezusammenhänge und die unterschiedlichen räumlichen und gebietskörperschaftlichen Ebenen zusammenführt. Smart City-Technologien werden beim Umbau des Verkehrssystems -neben technologischen Entwicklungen z.B. im Bereich Antriebs- und Speichertechnik und notwendigen Einstellungsänderungen gesellschaftlicher Gruppen- einen wichtigen Beitrag leisten.

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