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Aktuelle Smart City Aktivitäten der Stadt Oldenburg

Oldenburg befindet sich im Entwicklungsprozess einer städtischen Smart City Strategie. Auf Basis einer umfangreichen Bestandserhebung, Experteninterviews und Workshops wurde 2016 ein Visions- und Strategiepapier mit Empfehlungen für zukünftige Smart City Schwerpunkte und Organisationsstruktur entwickelt. Inhaltliche Schwerpunkte bilden die Bereiche

  • Versorgung: Energie, Wasser, Abfallwirtschaft, Krisenmanagement
  • Transport und Verkehr (inklusive Fahrrad und Stauverminderung)
  • Smart Governance und Smart City Plattform (Open Data)
  • Steigerung der Lebensqualität, Gesundheit, altersgerechtes Wohnen, Nachbarschaftshilfe, Sicherheit, Smart Home Szenarien

Fliegerhorst Oldenburg

Ein zweiter Schwerpunkt der Oldenburg-Aktivitäten ergibt sich durch die geplante Nachnutzung von Teilen der Fläche Fliegerhorst als „Smart City Living Lab“. Hier soll der Einsatz von verschiedenen Smart City-Technologien im Feldversuch - als Test- und Experimentierfeld für Anwohner, Forschung und Industrie - erprobt werden. Zur Umsetzung wurde ein Antrag an das BMWi-Förderprogramm „Energieeffiziente Stadt“ gestellt.

 

Die Ziele:

  • Schaffung einer offenen Living Lab-Umgebung zur Erforschung und Erprobung von
    • Smart City-Technologien,
    • Smart City-Produkten und
    • zugehörigen Geschäftsmodellen

Die Umsetzung:

  • durch Forschungseinrichtungen und Wirtschaftsunternehmen mit direkter Einbeziehung der Anwohner im Rahmen von
    • öffentlich geförderten FE-Verbundprojekten
    • industriellen Produktentwicklungs- und Erprobungsprojekten
    • industriellen „rapid Prototyping“ Projekten mit Start Up-Beteiligung

 

Basis

Quartier Oldenburg

Mit dem Workshop „Zukunftsorientierte, smarte Stadtteile“ im Juni 2014 im Rahmen des Projekts Smart Regions North ist der Startschuss für Smart City als übergreifendes Thema in Oldenburg gefallen. Aufbauen kann die Stadt dabei auf einer Vielzahl von sektoralen Konzepten z.B. im Bereich der Nachhaltigkeit: Integriertes Energie- und Klimaschutzkonzept (InEKK) zur Reduzierung der CO2- Emissionen, Strategieplan Mobilität und Verkehr Oldenburg2025 und Stadtentwicklungsprogramm step2025. Auch im Bereich eGovernment ist die Verwaltung aktiv.

Großes Interesse, an dieser zukunftsgerichteten Entwicklung mitzuwirken, kommt auch von Seiten der Unternehmen und anwendungsbezogenen Forschungsinstitutionen, die sich mit Smart City-Technologien befassen und die untereinander gut vernetzt tätig sind:

  • hochwertige Forschungseinrichtungen; z.B.
    • Institute der Universität und Hochschulen,
    • European Medical School,
    • next energy - optimiert Speichertechnologien und entwickelt neue Materialien für die Photovoltaik Dünnschicht-Technologie, Schwerpunkte in den Gebieten Energie-und Halbleiterforschung, Energiemeteorologie und Energiebildung
    • OFFIS - entwickelt IT-gestützte Programme für Anwendungen in den Bereichen Energie, Gesundheit und Verkehr
    • IFAM)
  • starkes Interesse der Wirtschaft (z.B. EWE AG, DNVGL, Viessmann)
  • gute Gründerszene, start ups, innovative Kleinunternehmen
  • starke Vernetzung (z.B. Oldenburger Energiecluster OLEC, Gesundheitswirtschaft nordwest, automotive nordwest)

In Weser-Ems findet eine systematische Wissensvernetzung zwischen Wirtschaft und Wissenschaft im Bereich Energie statt. 2013 hat der Strategierat Energie unter Vorsitz des Oldenburger Oberbürgermeisters seine Arbeit aufgenommen, um Entwicklungsszenarien und Handlungsempfehlungen für Wirtschaft und Politik zu erarbeiten. Weitere Aufgaben sind die Formulierung von Empfehlungen für die zielgerechte Ausrichtung der Bildungs- und Forschungseinrichtungen, die Optimierung der Forschungs- und Wissensinfrastruktur sowie die Durchführung von Demonstrationsprojekten.

 

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